Waren Prepaid-Tarife, also Handyverträge, die per Vorauskasse bezahlt werden, früher in der Regel deutlich teurer als ihre Postpaid-Pendants (Handyverträge, bei denen nach der Nutzung per Lastschrift bezahlt wird) und somit eher als Notlösung für Menschen mit schlechter Bonität oder diejenigen, die ihr Handy nur selten nutzten, im Einsatz, zählen Prepaid-Handy-Tarife heute mit zu den günstigsten Angeboten, die auf dem deutschen Mobilfunkmarkt vorhanden sind.
Eine Prepaid-Karte hatte vormals fast jeder Mobilfunk-Provider im Sortiment. Mittlerweile hat sich das Angebot häufig in sogenannte Discount-Tarife verwandelt. Bei Discounttarifen handelt es sich – ebenso wie bei den modernen Prepaid-Tarifen – um sehr günstige Handytarife „ohne“ (sprich mit einmonatiger) Vertragslaufzeit. Die beiden Varianten der Handykarten ohne Vertrag unterscheiden sich letztendlich lediglich in der Art der Bezahlung.

Discount- und Prepaid-Tarife im Vergleich

Welche Provider bieten diese Simkarten an?

Geführt werden Prepaid-Karten nicht bei allen Anbietern. Zu finden sind sie bei den Netzbetreibern Telefónica (o2), Telekom (D1) und Vodafone sowie bei zahlreichen Supermarkt-Eigenmarken wie PENNY, Kaufland, Lidl oder Aldi. Auch bei Tchibo, Fonic oder Netzclub kann man eine solche „echte“ Prepaid-Karte kaufen. Bekannte Anbieter günstiger Discount-Tarife mit Postpaid-Zahlung sind unter anderem winSIM, otelo, simply, DeutschlandSIM, congstar oder 1&1.

Wer kann eine solche Handykarte erhalten?

Um eine Discount- oder Prepaid-Karte aktivieren zu können, benötigen Sie bei fast allen Anbietern einen Wohnsitz in Deutschland. Das Mindestalter beträgt je nach Provider 16 oder 18 Jahre. Für Postpaid-Tarife muss zudem eine deutsche Bankverbindung vorhanden sein. Bei Discount- und Prepaid-Karten handelt es sich in aller Regel um schufafreie Handyverträge. Das bedeutet, dass die Anbieter bei Aktivierung der Simkarte nicht prüfen, ob der Antragsteller einen SCHUFA-Eintrag hat. Zwar besteht auch in diesem Bereich bei der Variante mit Postpaid-Zahlung für den Mobilfunkdienstleister das Risiko, dass der Kunde seine Rechnung nicht bezahlt. Da er jedoch nicht über eine teure Prämie (wie sie beim Abschließen eines 24-Monats-Vertrags häufig üblich ist) in Vorleistung geht, bleibt der mögliche finanzielle Schaden jedoch überschaubar.

Geeignet für jede Art von Nutzung

Prepaid- und Discount-Handy-Tarife können sowohl mit „herkömmlichen“ Handys als auch mit Smartphones betrieben werden, auch reine Datentarife (z.B. die Prepaidkarte Data Start von der Telekom oder die Tarife des Discounters discoSURF) sind in dieser günstigen, flexiblen Variante erhältlich. Achtung beim Kauf von Prepaid-Handys im Paket mit Prepaidkarte: Hier hat das Handy manchmal einen Simlock und kann daher nur mit einer Simkarte des zughörigen Anbieters oder Netzes betrieben werden.

Bester Discount- oder Prepaid-Anbieter? Auf die Nutzung kommt es an!

Wer sein Mobilgerät nur wenig nutzt und es primär besitzt, um erreichbar zu sein, sollte auf eine kostenlose Simkarte zurückgreifen, die keine monatliche Grundgebühr beinhaltet. Alle anderen haben bei einem Discount- bzw. Prepaidtarif die gleiche Auswahl wie bei Handyverträgen mit 24-monatiger Laufzeit. Von LTE-Flatrate über Allnet-Flat bis hin zu Tarifen mit SMS-Paket und Freiminuten oder Zusatzoptionen für Gespräche im Ausland (Roaming) ist alles geboten. Auch eine Mitnahme der Rufnummer (Portierung) ist in diesem Bereich möglich.

Fazit: Günstigste Handy-Tarife, kein kostenloses Mobilgerät

Letztendlich unterscheidet sich ein solcher billiger Handytarif lediglich in zwei Punkten von einem Laufzeitvertrag: Bei Vertragsabschluss gibt es zur Handykarte kein vergünstigtes Smartphone hinzu - dafür sind die Tarifpreise in der Regel um ein Vielfaches günstiger.

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