Richtfunk: Wissenswertes zur kabellosen Übertragungstechnologie

Ohne ihn gäbe es keine Mobilfunktelefone: Der Richtfunk ist die grundlegende Technologie, die die kabellose und leistungsstarke Übertragung von Informationen in Echtzeit ermöglicht. Richtfunk findet nicht nur Anwendung bei Handys, sondern wird unter anderem auch von Unternehmen der Energieversorgung benutzt. Sie übertragen darüber Daten zwischen Kraftwerken und Umspannwerken. In Deutschland übernimmt die Bundesnetzagentur die Planung und Zuteilung von Richtfunkfrequenzen.

Technische Grundlagen für den Richtfunk

Es gibt den Punkt-zu-Punkt-Richtfunk und den Punkt-zu-Mehrpunkt-Richtfunk. Dabei wird eine Zentralstation entweder mit einer einzelnen Teilnehmerstation oder mit mehreren Stationen in Sichtweite über eine festgelegte Frequenz per Funk verbunden. Im Unterschied zu anderen Funkübertragungen werden die Funkwellen beim Richtfunk gebündelt und in eine festgelegte Richtung ausgestrahlt. Weiterführende Informationen und Angebote zu diesem Thema finden Sie bei www.funknetz.at.

Vor und Nachteile des Richtfunks

Da die drahtlosen Übertragungswege eine hohe Bitrate haben, gelingt die Übertragung sehr schnell. Ein weiterer Vorteil liegt in der Bündelung und der zielgerichteten Ausstrahlung der Funkwellen, weil sie dadurch größere Strecken zurücklegen können. Zudem lassen sich innerhalb eines Gebietes mehrere Verbindungen etablieren, die sich gegenseitig nicht stören. Richtfunkverbindungen sind allerdings anfällig für Störungen durch extreme Wettererscheinungen wie Starkregen. Meist erholen sie sich jedoch schnell davon, weshalb ihnen eine mehr als 99 prozentige Sicherheit bei der Übertragung zugesprochen wird. Damit ist der Richtfunk zuverlässiger als eine Glasfaser-Verbindung.

Bild von Patrick Lüthy – http://doi.org/10.3932/ethz-a-000655778, CC-BY-SA 4.0, Link